Jørg – New Line-Up for Romania

Oana-Iulia Dumitrescu

20.08.2019: Wir haben ein neues Bandmitglied, denn unser bisheriger Keyboarder, Christian Saal, hat aus gesundheitlichen Gründen unser Team verlassen. Wir danken ihm für 1 Jahr treue Mitarbeit auf der Bühne und im Studio. Alles Gute auf Deinen weiteren Wegen!!!

Rumänien Jørg – New Line-Up


Für Rumänien haben wir ab sofort ein neues Bandmitglied: Oana-Iulia Dumitrescu!
Sie ist studierte Musikerin und hat viele Preise in klassischem Klavierspiel gewonnen. Unter anderem auch in internationalen Wettbewerben!
Sie ist Gründungsmitglied der rumänischen “Black Ice” Band (zusammen mit ihrem Vater Marius Dumitrescu). Und ist offizielle Keyboarderin bei “Lion’s Roar” (Semifinale ESC 2017). Herzlich willkommen, Oana!!!
Wir freuen uns riesig auf die Zusammenarbeit und auf viele spektakuläre Gigs mit Dir!

Somit haben wir ab sofort für Rumänien; Jørg – New Line-Up:
• Jørg – Gitarre, Gesang
• Markus Maier – Drums
• Marius Dumitrescu – Bass, Gesang
• Oana Dumitrescu – Orgel, Keyboard

Deutschland

Für Deutschland arbeiten wir nun vorläufig als “Powertrio” – Jørg, Locke (Bass) und Markus (Drums). Die Songs klingen so ein wenig “saftiger”. Jörg nutzt den akustischen Freiraum und kann dadurch mehr auf der Gitarre zaubern.

Jørg in Riga, Lettland

Poster #vflive in Riga

Jørg in Riga …?

02.08.2019: Jørg steht live einsam und allein auf der “Origo Summer Stage” in Riga :-).
Wie es dazu kam?
Das war so: Seit vielen Monaten bin ich bei PA74 mit meinen Songs unter Vertrag. Alessandro Porcella (PA74) und Victoria Moro (Ginger Soul) sind Initiatoren des bekannten “#VFlive” Events, welches junge Talente und Newcomer auf internationale Bühnen bringt. So fanden im Rahmen des #VFLIVE Veranstaltungen in Lettland, Bulgarien und Italien statt. Zur Abschlußveranstaltung in Riga wurde ich dann von den beiden eingeladen, ein Akustik-Set mit 30 Minuten darzubieten. Bei der Gelegenheit würde ich dann einen großen Teil der “PA74 Family” dort in Lettland kennenlernen.

Die Zeit läuft …


Gleich nach dem Eintreffen am 01.08.2019 am Flughafen in Riga gab es einen kleinen Dämpfer: Wir (meine Freundin Karin und meine Wenigkeit) waren gezwungen, ein Standard-Taxi vom Flughafen zum Radiosender zu nehmen, was uns für die ca. 10km eine saftige Rechnung in Höhe von 58€ einbrachte!!! Ging aber leider nicht anders, da die anderen Künstler bereits in der Radiosendung “on Air” vertreten waren.
Auf Empfehlung hatten wir per Telefon einen speziellen Taxidienst angerufen, der aber auf sich warten ließ. Und ich muss leider gestehen dass die Kommunikation übers Handy auf Englisch mit russischem Akzent für mich fast unmöglich war …

Der Radiosender

Nachdem die freundliche Taxifahrerin bezahlt und alle Koffer und Taschen in den 2. Stock geschleppt waren, ging es hinein ins Sendestudio. Wider erwarten sind die Räume dort ziemlich groß angelegt und sehr umfangreich – eine komplette Etage eben. Nachdem wir wortwörtlich beim Öffnen der Studiotür direkt in die Sendung platzten, musste es schnell gehen: Meinen kleinen Blackstar Amp auf den Tisch gestellt, die Gitarre ausgepackt und losgesungen. Puuh, das war knapp – hat aber prima funktioniert. 🙂 Die Moderatorin Simona Letova war super drauf und hat sehr viel Positives übermittelt. Die Ansagen selbst waren natürlich in russischer Sprache, aber wie sich dann herausstellte war die Hälfte des anwesenden Trupps von PA74 aus Italien – die haben ebenso kein Wort verstanden 🙂
So kam es, dass ich mich total gestresst und mit ausgetrocknetem Hals mit meiner Resonatorgitarre in Radio PIK FM wiederfand; Jørg live in Riga mit “Sheee’s a womaaaaan …” so schallte es über den Äther … 🙂

Die ORIGO SUMMER STAGE

Die Unterkunft im “Baltic Hostel” war … ähem … super gelegen, nämlich direkt gegenüber des Origo-Platzes, direkt über Mc Donald’s. Auf dem Platz selbst befindet sich ein großes Einkaufszentrum und einen Bahnhof. Vorbildlicherweise ist der Platz selber von historischen Fotos dominiert und blitzsauber.
Mittendrauf, an der Straßenseite Richtung Gebäude die schnuckelige Bühne, die dann am Tag des Auftritts mit 12 HK-Aktivboxen und dazugehörigem Digitalmixer ausgestattet wurde. Die 2 Mixer-Jungs waren kompetent und auf Zack, der Sound richtig gut. Obwohl die Location akustisch eher als schwierig einzustufen war …

Der Auftritt in Riga


Am nächsten Tag um 18 Uhr ging’s dann live auf der ORIGO SUMMER STAGE los: Zuerst die “kleinen Künstler” aus den vorangegangenen #VFLIVE – Events, dann wurde bunt durchgemischt. “Hidden Wolf” aus Italy mit einem eher rockigen Rap-Mix in atemberaubend schneller Ausübung der intalienischen Sprache , DJ Dany & Levent Rihan mit einem Pop-Gesangsmix der auf jeder Pop-Bühne seinen Platz finden könnte (italiano), Carlo “Kamal” Bonomelli mit seinen wortgewandten Balladen (italienisch) und irgendwann mittendrin Jørg mit einer halben Stunde. Drei Blues-Stücke mit der Resonatorgitarre, darunter auch “Best Days of my life” und drei Stücke mit KAMAL’s Akustikgitarre. Kam prima an, obwohl die wenigsten auch nur ein Wort von mir verstanden haben konnten 🙂
Für mich war es ein toller Kontrast zum Set mit der Band.

Das Highlight


Das Highlight meiner Darbietung war dann die Ballade “Close my eyes forever“. Zusammen mit meinem Schützling Luiza aus Daugavpils (Lettland) live in Riga auf die Bühne gebracht. Das Stück kam so richtig gut an, und wir sind gerade dabei, eine Studioversion des Songs zur weltweiten Veröffentlichung vorzubereiten. Voraussichtlich zur Weihnachtsszeit 2019! Luiza wurde von ihrer reizenden und kompetenten Gesangslehrerin ALISA MAY gecoached und nach Riga begleitet. Mädels, hervorragende Arbeit. Das hat sich gelohnt!

Am Abend nach dem Auftritt traf sich der “harte Kern” noch auf ein Bier in der wundervoll belebten Altstadt-Kneipenmeile um ein paar Worte zu wechseln und diverse Verbrüderungen vorzunehmen. Leider viel zu kurz, denn unser Flugzeug startete bereits um 5.40 Uhr, sodaß der lustige Karaoke-Abend ganz klar an die italienischen Jungs ging …

Fazit


Das ist also die Geschichte “Jørg live in Riga”. Facebook strotzt nur so von Videos dieses Events und ein paar schöne Fotos sind unten in der Galerie. Bestimmt ergibt sich noch der eine oder andere Event daraus. In Bulgarien, Italien oder Lettland. Das war’s wert … 🙂
Vielen Dank an Victoria Moro (Ginger Soul), Alessandro Porcella (PA74) und Simona Letova (PIK 100 FM).

Jørg in Eddy’s Rock Club

10.05.2019: Wie überaus aufregend – unser erster Vorstoß nach München! Aufgrund der Verkehrslage tröpfelten wir nacheinander im Werksviertel bei Eddy’s Rock Club ein.
Unser Eventmanager Norbert “Bertl” Seitz (Bertl Concerts) begrüßte uns auf freundlichste Art. Der Club ist im Keller, aber über einen Aufzug konnten wir unser Equipment bequem auf die geräumige Bühne hieven. Toller Club, überall hängen Schallplatten, Konzertposter und Täfelchen und Schildchen. Viel gemütlicher als das Haus von aussen vermuten ließe (der Club liegt inmitten einer modernen Einkaufspassage mit viel Glas und Beton).
Auch der Clubinhaber, Eddy himself begrüßte uns freundlich und half uns durch den Soundcheck. Durch das späte Eintreffen zog sich der Aufbau und Soundcheck bis kurz nach acht – SORRY dafür, Eddy! Der Sound war dafür umso besser, und mit Bertl am Licht konnte da eigentlich nix mehr schief gehen. Dachten wir zumindest …

Als dann die ersten Gäste eintrudelten wurde allmählich klar, daß wir vor einem sehr übersichtlichen Publikum spielen würden. Denn die U-und S-Bahnen waren wegen Wartung nicht in Betrieb, und offensichtlich ist der geneigte Münchner dann dazu verdammt, einen Fernsehabend daheim zu verbringen. Sehr schade, aber so hatten wir einen grandiosen Abend vor drei Hand voll aufmerksamer Zuhörer , die insbesondere auf die Instrumentals im Set (Dancing Butterfly + Blues for two) abfuhren. An dieser Stelle vielen Dank an die Pfaffenhofener Gäste, die extra für dieses Konzert nach München kamen!!!
Das Highlight der Show war dann natürlich der gesanglich unterstützende Einsatz vom Bertl, der mit “Born to be wild” seine Fähigkeiten als Show-Talent unter Beweis stellte.
Als kleine Anekdote dazu – natürlich konnte ich meine große Klappe nicht halten; im Vorfeld hatte ich den Bertl gebeten bei “Gotham City” das Bühnenlicht auf intensives Rot umzustellen. Seit einem kleinen Wortgefecht mitten im Set trägt er nun den wohlklingenden Spitznamen “Rotlicht-Bertl”. 🙂

Vielen Dank an alle Beteiligten! Am Donnerstag, 24.10.2019 sehen wir uns dort wieder. Diesmal sicherlich mit “Full House”!

Jørg auf der Intakt Livebühne

Am 03.05. war der Tag der Wahrheit gekommen; das offizielle CD-Release-Konzert in Pfaffenhofen zwischen all den altbekannten Gesichtern. Ich hatte erwartet, es würde deutlich schwieriger sein zwischen dem Gitarrenlehrer Jörg, den ja alle dort mehr oder weniger kennen, und der “Kunstfigur Jørg” umzuschalten. Denn man ist ja doch durchaus befangen wenn man plötzlich den “Rockstar” gibt. Aber es gelang schon im ersten Moment – the Show begins – die ersten Takte starte ich alleine mit der Resonator-Gitarre und bluesigen Klängen und ließen uns alle vom ersten Moment an in das ANGRY ROAD Programm eintauchen.
Der Sound muss erwartungsgemäß ziemlich gut gewesen sein (danke, Michael!!!) obwohl es wohl kleinere Probleme mit den Funkstrecken gab. Von etwaigen Ausfällen war jedoch nichts zu bemerken.
Zum ersten Mal live lieferten wir uns Battles auf der Bühne. Optisch wie akustisch konnten wir alles geben. Unser Publikum war überaus begeistert und ließ sich auch auf Mitsing- und Mitklatsch-Aufforderungen ein, ein paar unserer CDs wechselten den Besitzer. Großartig!
Zu erwähnen wäre noch ein toller Zeitungsartikel im Pfaffenhofener Kurier mit der Überschrift “Hut ab”. Danke auch dafür!!!
Vielen Dank, Pfaffenhofen. Bis bald, zur nächsten CD Release!

Jørg in Rock’n Bike Club Sibiu

Vorgeschichte

Es war ein Sonntag, es war ein spontaner Auftritt und es war dementsprechend nicht allzuviel los. Trotzdem war es ein Wahnsinnsabend in dem wahrscheinlich geilsten Ambiente in Sachen Rock Clubs: Jørg im Rock’n Bike Club in Sibiu!
Auch hier gibt es eine kleine Geschichte. Bei unserem ersten Bandwochenende in Rumänien ergab es sich, daß unser Freund Aurel Dinca (Semifinale Eurovision Song Contest 2017) sein Debut als Sänger bei der renommierten rumänischen Band KRYPTON gab. Es war ein Samstag und fand in ebendiesem “Rock’n Bike Club” statt. Und mir war recht bald klar; in diesem Club auf der kultigen Bühne will ich mit meiner Musik unbedingt auch stehen!!!

Anreise

Die Fahrt vom vorherigen Auftrittsort in Ramnicu Valcea war recht angenehm. Knapp 2h angeregte Unterhaltung im Van von Marius, der auch fuhr. Markus machte ein Nickerchen auf dem Rücksitz und Christian war mit dem eigenen Auto unterwegs. Es dauerte dann noch eine Zeit, bis wir unser Equipment in den Kellerclub hinuntertragen konnten. Der Inhaber, Silviu Havu Antonesei, spricht recht gut Deutsch. Er hat eine Zeit in Deutschland gearbeitet, bis er seinen Traum vom Live- Rock’n Bike Club in Sibiu verwirklichen konnte.

Der Aufbau

Im Club selbst liegen Teile eines Schlagzeugs auf der Bühne, die vielleicht als Notfall gedacht waren. Markus machte sich mit Feuereifer an den Aufbau und stimmte kurzerhand alle Kessel durch. Überraschung – das Set klang echt klasse!
Inzwischen hatten wir den Rest auch aufgebaut. Ich bekam mal wieder ein mildes Lächeln für meine 8″ Mini Box und den Bugera-5W-Amp ab, welches den Jungs aber schon beim Soundcheck verging 🙂

Der Konzertabend

8 Zuschauer – also ein Privatkonzert im Rock’n Bike Club für einen begeisterten Silviu, der uns für Herbst zu einem “richtigen Konzertabend” an einem der dafür reservierten Samstage einlud.
Ich startete das Set mit meiner Resonator Gitarre und ging mit einer Blues Improvisation durch den Gastraum, um jeden der Gäste persönlich begrüßen zu können. Das ist Feedback pur! Danach rollte das Set mit “Monster” aus der ANGRY ROAD an, das ist jedesmal ein ungeheurer Powerschub für uns und offensichtlich auch für die Zuhörer.
Mit jedem Mal Spielen der Songs entdecken wir selbst neue Facetten in unserer Musik. Und jeder Konzertabend fühlt sich ein wenig anders an …

Fazit

Danke mein Freund Silviu Havu, uns hat es riesig Spaß gemacht. Geiler Sound, tolle Lichtanlage, geniales Ambiente! Wir kommen gerne wieder!
P.S.: Im Nachhinein erfuhr ich dann, daß wir wohl im angesagtesten Club in Sibiu gespielt hatten. Dort hatte schon alles gespielt, was Rang und Namen im Rockgeschäft hat. Ein paar Jahre zuvor stand angeblich David Coverdale (Whitesnake) auf jener Bühne. Wow!

Jørg & Christian & Marius & Markus im Rock’n Bike Club, Sibiu

Jørg in der Aby Stage Bar, Romania

Samstag. 20.04.2019: Wir starteten gegen Mittag aus Dragasani in Richtung Ramnicu Valcea. Wieder eine malerische Strecke wie am Vortag mit dem Bus, allerdings mit weitaus weniger Verkehr auf der Straße. Somit waren wir auch wirklich überpünktlich am Veranstaltungsort, der Aby Stage Bar. Besagte Bar gehört dem Veranstalter des Brezoi Blues Festival (Mihai Razvan Mugescu), und wir wurden dort freundlichst empfangen.
Ein Teil des Equipments war vor Ort vorhanden (die meisten Schlagzeugparts, Gitarren- und Bassbox), und so kümmerte sich Marius (unser rumänischer Basser) um die Becken und eine Snare. Er wohnt ja schließlich in der Stadt, und nach dem Aufbau auf der geräumigen Bühne mit anschließendem Soundcheck (alles superprofessionell) hatten wir genügend Zeit, um ein paar Häuser weiter zum Essen zu gehen.
Marius fuhr derweil nach Hause, wohl um eine Mütze Schlaf zu bekommen. Der Ärmste hatte mit seiner rumänischen RIDE ON BAND am Donnerstag einen Auftritt in Bukarest (3h Fahrt) und musste Freitags arbeiten, bevor er uns “einsammelte”. 2h Schlaf waren dann doch ein bisserl mager …

Jetzt hieß es warten. 21 Uhr … hm … wir warten noch auf Gäste …
Dann gings los. 40 zahlende Gäste für eine bis Dato unbekannte deutsche Band waren auch für Mihai eine positive Überraschung. Und es ging auch wieder so richtig ab.
Jørg startet mit seiner Resonatorgitarre und begrüßt unterm “Dudeln” jeden Gast persönlich, was die Laune schonmal prinzipiell bei allen Beteiligten deutlich hebt. Auf der Bühne angekommen beginnen die ersten Takte von “Best Days of my Life” und Christian gesellt sich dazu, um mit der Orgel sanft zu untermalen.
Um die Stimmung anzuheizen beginne ich nach dem Titel mit einer freien Interpretation von “La Grange”, ebenfalls auf der Resonatorgitarre. Die Rechnung ging auf, die Zuhörer klatschten begeistert mit!
Hallo, herzlich willkommen … usw. … Gitarre wechseln, und MONSTER spielen. Und mit der übertragenen Energie aus MONSTER rollten die anderen Songs des Sets wie eine Dampfwalze durch das Publikum.
Einen ganz besonderen Moment gab es bei “Blues for two” – Jørg sitzt auf der Bühnentreppe und spielt ganz vertieft. Da war ein Moment, in dem ich das Publikum mit geschlossenen Augen fühlen, wahrnehmen konnte. Unglaublich! Voodoo!!!

Der allerletzte Song im Set gehört Marius: WHILE MY GUITAR GENTLY WEEPS. Die kleine technische Panne (Marius’ Mikrofonkabel hatte schlapp gemacht – also Mikrofontausch mit meinem) nahm uns niemand übel und auch der letzte Gast war nun endgültig voll auf unserer Seite! Das äusserte sich dann in einer CD-signier-Session und auch Fotosession mit uns. Auch hier gab ich das Versprechen, im Herbst wiederzukommen. Und werde auch alles tun, damit das klappt. Danke, Ramnicu Valcea – danke Mihai. We’ll return!!!



« 1 von 2 »

Jørg im Atelier Dragasani, Romania

19.04.2019:
Diesmal waren Markus (Drums) und ich einen Tag früher (18.04.) in Romania angekommen, da sich die beste Hin-Flugverbindung von Deutschland nach Rumänien auf den Donnerstag verschoben hat. Ich hatte für uns eine nette kleine Wohnung gemietet, wurde allerdings kurz vor dem Start zum Flughafen informiert, daß unser Appartment keinen Strom hat und uns der Vermieter an einen Freund “weiterleitet”. Statt aufkommender Panik, die ich sicherlich noch vor dem ersten Besuch in Rumänien gehabt hätte, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Sowas kann einem da drüben schon mal passieren … 🙂
Der Flug mit WizzAir war wie immer unkompliziert – allerdings für Leute mit 1.90m Größe ein klein wenig unkomfortabel. Ein “Sardelle in Dose”-Gefühl macht sich da bei mir immer breit. Aber gut, irgendwie müssen die ja die günstigen Preise auch finanziert bekommen … und für 1,5h ist das schon ok.
Sibiu Airport – Taxi zum Zielort – lustigen kleinen Wohnwürfel (ein Zimmer mit 3 Betten, nettes kleines Bad abgemauert, Bad-Türschließer natürlich aussen statt innen montiert) bezogen und dann erstmal zu Fuß ab in die Innenstadt.
Exzellenter Döner-Teller bei Super Mamma (24h – Fastfood-Kette) … ein Kaffee hier, ein Cappuccino dort – mögliche Clubs zum dort Spielen abgeklappert … und schon war es nach Mitternacht. Feierabend.

Nach einem supertollen Frühstück im Atrium Café (ich liebe das “English Breakfast” dort) und einer längeren Suche nach der geeigneten Busverbindung nach Ramnicu Valcea brummten wir im Linienbus los Richtung Treffpunkt mit unserem rumänischen Bassisten und lieben Freund Marius. Natürlich, wie zu erwarten, gab es einen Stau auf der Main Street through Romania. Aber unser Busfahrer (der seine Brötchen vermutlich früher auf dem Nürburgring verdient hat *gg*) holte den Verzug fast wieder auf. Dazu muss man wissen, daß die Fahrtstrecke serpentinenähnlich entlang des Flusses führt. Atemberaubend schön!!! Diese Strecke allerdings mit Vollgas zwischen Felswand rechter Hand und entgegenkommenden, dicken LKWs auf der zweispurigen Fahrbahn zu meistern verdient meinen vollen Respekt!
Marius erwartete uns schon in Ramnicu Valcea (seinem Heimatort), sammelte uns ein und es ging in seinem 17 Jahre alten Van weitere knapp 2 Stunden zum Auftrittsort, Dragasani.

Das “Atelier Dragasani” ist ein kleines Lokal, das Andrei, der Besitzer, wirklich toll im Steampunk-Style dekoriert hat. Die Bühne nimmt etwa die Hälfte des Lokals ein, Soundanlage vor Ort, Lichtanlage fest installiert – SUPER LOCATION! Inzwischen war auch Christian (Keyboard) mit seinem deutschen Kumpel Christian zu uns gestoßen. Die beiden waren mit Auto unterwegs und hatten eine Abkürzung um die Karpaten herum genommen. (Abkürzung hieß dann im Klartext 5h Fahrt für die letzen 133 km. Sie fanden zielsicher die einzige Verbindung auf ihrer Strecke, die ausschließlich aus Schlaglöchern bestand *ggg*).

Aufbau, Soundcheck, ein paar Zigaretten geraucht, umgezogen und los ging’s.
Der Gig vor ca. 30 Leuten (35 hätten maximal reingepasst) war ein unglaubliches Erlebnis – jeder einzelne von Ihnen war voll mit dabei! Dank meines neu angeschafften Gitarrensenders konnte ich dann zwischen die Leute gehen, Faxen machen, zum Singen animieren, es war einfach toll! Der ganze Raum hat vor Energie nur so gebrummt – auch nach unserem Auftritt. Andrei war so nett und bewirtete uns (nach Ladenschluss!!!) mit seinen hausgemachten Riesen-Burgern. (Köstlich, sowas hab ich noch nicht erlebt!!!)
Nachdem er uns der Einfachheit halber die noch halbvolle Jägermeister-Buddel nebst ein paar Gläsern auf den Tisch in der Smokers Area zur Selbstbedienung überließ und immer mehr der Gäste sich zu uns gesellten endete der Abend dann im Lokal mit zusammengestellten Tischen, einem Krug Wein, ein paar Bierchen und Andrei’s Akustikgitarre. Derweil Abbau der Musiksachen und ins Auto geladen; So saßen wir da zu zwanzigst und haben abwechselnd gesungen, mitgesungen, Geschichten erzählt, Zigaretten geraucht (die Eingangstür war ja zugesperrt) und so einen wundervollen Event verbracht. Zack – war’s auch schon 5 Uhr früh … ab ins Hotel, die dortige Klimaanlage von 22° auf 16° heruntergestellt und eine Mütze Schlaf genommen.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns noch und versprachen, daß wir im Herbst wiederkommen. Ja, Leute, natürlich. Wir kommen wieder!!! 100%ig!

Das war dann also der erste Auftritt unserer “Mini-Tour”. Eine wunderbares Geschichte, wie ich sie bis Dato noch nicht erleben durfte. DANKE, DRAGASANI!!! WE WILL RETURN!!!

Jørg beim SPH Bandcontest

Samstag, der 9.3.2019, 16 Uhr trudelten wir nach und nach zum SPH-Bandcontest-Vorentscheid in der relativ neuen “Basement Eventbar” ( Großmehring) ein.
5 Bands würden an diesem Abend spielen, die Backline-Organisation war schon im Vorfeld per eMail abgeklärt.

Der uns zugeteilte Bandmanager Anthony Senf stellte sich vor, gab allgemeine Anweisungen und den Zeitplan bekannt. Eigentlich hatte ich den üblichen Haufen überheblicher, abweisender Musiker erwartet, aber es verhielt sich absolut gegenteilig: lockere Stimmung, freundliche Zusammenarbeit und blöde Sprüche wechselten zwischen uns Teilnehmern hin und her. Es dauerte auch nicht lange, bis der Soundcheck stattfand und gefühlt einen Kaffee und eine Zigarette später kam unser Startsignal – erste Band an diesem Abend – los ging’s.

Auch hier hatte ich keine wirklichen Hoffnungen gehabt, was das Publikum anging; der übliche Haufen ignoranter, teilnahmsloser Gäste (die sich durch die Musik beim Biertrinken gestört fühlen) entpuppte sich als äusserst wohlgesonnener Mob mit Ambitionen zum Mitmachen und -singen (Beweisvideo liegt vor!!!). Luft war keine mehr im Raum, die Temperatur lag gefühlt im Bereich einer handelsüblichen Sauna aber wir alle hatten eine unglaubliche halbe Stunde mit dem zahlreich anwesenden Publikum und der zweiköpfigen Jury. Resultat: “Jørg” – der Bluesrock-Opi 🙂 mit seiner Band hat das Event gerockt und den zweiten Platz in diesem Contest belegt. Yipiieh!

Jørg im Atrium Cafe (Romania)

Freitag, der 1.3.2019:
Nach dem erfolgreichen Abend in Rockstadt, Brasov (deutscher Name Kronstadt) ging es nach dem Frühstück bei Freunden weiter mit Marius’ Auto (unserem rumänischen Bassisten) Richtung Sibiu, von wo wir am Vortag ja gekommen waren. Auch diese Fahrt nahm gut 3h in Anspruch, die malerische Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel der Karpaten und das wunderbare Frühlingswetter ließen die Fahrt deutlich kürzer erscheinen. In Sibiu (Hermannstadt) angekommen fanden wir die Location auch ziemlich schnell und warfen einen ersten Blick in das Atrium Cafe, ein paar Meter abseits der Fußgängerzone und direkt an der “Liar Bridge” gelegen.
Im Café gab es nach einer freundlichen Begrüßung und der Zuweisung unserer Zimmer erstmal eine ofenfrische Pizza und einen leckeren Cappuccino mit Herzchen im Milchschaum :-). Oh – kein Schlagzeug da … keine Gitarrenbox da … ooooh … schnell ein Telefonat geführt, eine Liste per WhatsApp geschrieben und 45 Minuten später war das Problem erledigt. Der Techniker traf mit dem benötigten Zubehör ein.

Aufbau, Soundcheck und ein paar technische Mini-Aufgaben (Lötkolben, Kabeladapter und Klebeband sind Deine besten Freund auf Tour) später waren wir startbereit, während sich die ersten Gäste schon im Café einfanden. Trotz all meiner Befürchtungen über die Lautstärke in dem kleinen Raum wurde auch dieser Gig ein voller Erfolg! Unsere Gäste nahmen launig jede meiner dämlichen Ansagen mit einem Grinsen oder Kopfnicken auf und es gab kaum jemanden, der nicht mit Kopf oder Füßen rhythmisch an den Songs mitwirkte. Wir hatten die volle Aufmerksamkeit vom ersten bis zum letzten Stück und das Publikum sowie die Managerin waren überaus begeistert! Sobald wir mal wieder dort sind, sollen wir unbedingt wieder bei Ihnen spielen. Na klar, im Herbst kommen wir wieder, versprochen …!