Album JØRG – TORN

Das Album JØRG – TORN; endlich ist es soweit! Mit dem neuen Album vereinen sich für mich meine Ursprünge, nämlich die Rockgitarre und meine Liebe zur Klassik. Auf den ersten Blick sind das Elemente, die sich nicht so leicht vereinigen lassen. Viele meiner Musikerkollegen haben natürlich “Rock meets Classic” publiziert, aber für gewöhnlich werden dabei Orchestersätze in Rocksongs integriert. Was ja auch toll klingt!

Gigastudio

Aber das war mir immer zu unsauber, zu unrein. Schon vor langer Zeit hatte ich das Bestreben, meinen Hörern und auch Schülern die klassische Seite der Musik näherzubringen. Und so erwarb ich vor vielen Jahren Orchestersamples für die Software “Gigastudio”, welches dann aber leider von der Firma TASCAM eingestellt wurde. Auch hatte ich nie wirklich die Gelegenheit, Musik mit Orchester zu komponieren. Jetzt habe ich die technischen Möglichkeiten, davon Gebrauch zu machen und konnte das im Album JØRG – TORN nun auch realisieren!

Visualisierung

TORN – der name des Albums soll meine Zerrissenheit mit den unterschiedlichen Musikstilen symbolisieren. Mein rumänischer Freund Laurentiu Ciorgan, mit dem ich seit meinen Auftritten in Rumänien in den letzten Jahren immer in Kontakt geblieben bin erschuf ein Cover Design, das in meinen Augen alles visualisiert, was ich in JØRG – TORN mit meiner Musik aussagen wollte. Die romantische Seite (die Geige auf dem roten Samtstoff), die Notenpartitur auf Pergament als Zeichen für die klassischen, sehr alten Elemente für den Orchestersatz, die brennende Gitarre in dem “Guitar Pick” steht für die Leidenschaft und Virtuosität für den Rock und letzlich auch mein Name mit dem Zylinder, welcher zu meinem Markenzeichen geworden ist. An dieser Stelle: Laurentiu, vielen vielen Dank dafür!

Herausgerissen

Das Album JØRG – TORN steht dabei auch für “als Zeichen der Zeit herausgerissen aus der Welt der Barockmusik”. Für mich lagen die Ursprünge der E-Gitarrenmusik schon immer bei J. S. Bach oder auch Domenico Scarlatti. Prachtvolle Kunst mit vielen Schnörkeln und kleinen, goldenen Engeln – visualisiert durch die Meister Michelangelo oder auch Rubens. Und so entstand ein Album, das sowohl fünf klassische Orchesterstücke mit der E-Gitarre als integriertes Instrument als auch sechs Rock-Instrumentals enthält. Für mein Empfinden bietet JØRG – TORN perfekte Abwechslung beim Hören. Auch habe ich sehr gerne die Möglichkeit genutzt, die Melodielinien in “beiden Welten” abzubilden.

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Die Titel des Album JØRG – TORN

1.) Andante Vivace


Lebendigkeit, Spielfreude, vielleicht auch ein bisschen “Können demonstrieren” im Sinne einer Toccata. Die Orchesterstimmen spielen dabei vorab schon das Thema aus dem nächsten Stück “Welcome”.


2.) Welcome

Eine Musik, die mich schon eine Weile begleitet. Mit den Worten “Welcome to my World” lade ich den Zuhörer ein, mir in meine ganz eigene Welt der Musik zu folgen. Dabei kommen auch hier wieder – typisch Jørg – unterschiedliche Elemente aus Rock, Metal und Gitarrentechnik zum Einsatz. Die synthesizerähnlichen Sounds erzeuge ich mit einem Digitech Whammy IV.


3.) Andante Lugubre

Lugubre – düster, traurig. Dieses Stück beginnt mit pathetischen Quinten um in der Mitte des Stückes in eine melancholische Stimmung á la “Concierto de Aranjuez” umzuschwenken. Auf die J. S. Bach typischen Parts konnte ich dabei nicht verzichten.

4.) D.N.A.

Wie die Helix einer D.N.A. rankt sich die Harmonik um sich selbst – einmal quer durch den Quintenzirkel. So wie einst Meister J. S. Bach seine “Badinerie in F” mehrfach unmerklich durch diverse Tonarten führte, wollte ich beweisen daß dies auch in moderner Rockmusik möglich ist. Um nicht zu ernst zu bleiben, fügte ich im letzen Drittel den süßen Part mit dem Digitech Whammy IV ein.

5.) Rondo

Ein Rundtanz aus dem Barock. Mit dem ich auf “Hail to the Glory!” zusteuere. Denn die Hauptlinien des Orchesters ist melodisch identisch mit der Gitarrenmelodie des nächsten Stückes. Die springlebendige Freude, die Natur, die Unbeschwertheit wird etwa in der Mitte durch düstere Gedanken beruhigt, um dann wieder Fahrt aufzunehmen.

6.) Hail to the Glory!

Klassischer Powermetal im Sinne von “Aeternom – Fight for the Kingdom!“. Mit allen Elementen, die meiner Meinung nach im deutschen Powermetal enthalten sein müssen. Rapides Tempo, einfache mehrstimmige Melodien in Vierteln und Achteln – umspielt von Bass und Begleitgitarren in gemuteten Sechzehnteln. Hat Spaß gemacht. Dieser Titel ist “Dr. John” gewidmed.


7.) LeeLa

Das exakte Gegenteil zum vorangehenden Stück. Die Begleitband bewegt hauptsächlich sich in ruhiger, monotoner Diatonik um der Leadgitarre die Freiheit zur Improvisation zu geben. Viele der Phrasierungen des freien Teils in der Mitte enthalten dabei schnelle Achtel Sextolen und auch typische Blueslicks. Die liebe ich halt einfach 🙂

8.) Overture

Mit dieser Overtüre leite ich in die traurige Stimmung von EO über. Am Ende beginnt bereits die Rhythmik von EO.

9.) EO

Ein Requiem an einen Freund aus dem Tierreich, einen Beo, der seinen Lebensabend bei mir verbringen durfte und nach vielen Jahren in meinen Armen starb. Beim Spielen des Stückes stelle ich mir immer die Freiheit vor, wie ein Vogel in der Luft zu schweben. Ohne Limits, ohne Grenzen, ohne Sorgen. Im Solopart kann man sogar sein typisches tiefes “eeo” heraushören …

10.) Finale

Wie das Wort schon sagt – das Finale des Albums. Ich wollte das Album so schließen, wie ich es begonnen hatte. Quinten, Quarten, Barockelemente … und meiner Meinung nach um ca. 2:00 Minuten der schönste Harmoniepart des ganzen Albums.

11.) Six Tears

Diesen Titel habe ich vor über 25 Jahren in einem Tonstudio in Ingolstadt aufgenommen. Six Tears ist mein Beweis, daß eine E-Gitarre nicht nur tragisch klingen kann, sondern auch bittere Tränen weint. Ich habe mich bewusst entschlossen, den Song nicht neu zu recorden sondern ihn so zu lassen, wie er vor vielen Jahren entstand. Denn er ist perfekt, so wie er ist.
Die verwendeten Gitarren aus diesem Stück spiele ich noch heute 🙂

Zu guter Letzt

Die Leadgitarren in “Welcome” und “D.N.A.” sind analog über Laney-Röhrenamps aufgenommen, bei einigen anderen Gitarrentracks auf JØRG – TORN kamen die virtuellen Amps von NEMBRINI zum Einsatz. Davor habe ich bereits viele der auf dem Markt erhältlichen virtuellen Amps ausprobiert und sofort wieder gelöscht. Die Amps von NEMBRINI AUDIO haben mich in eine neue Dimension geführt. Danke dafür an Igor Nembrini!

Ich wünsche Dir beim Hören vom Album JØRG – TORN viel Freude, und daß Du Dich von mir durch all die unterschiedlichen Emotionen, Stilrichtungen und Harmonien führen lassen kannst. Es ist Zuhör-Musik, für Partypeople absolut ungeeignet! Vielleicht findest Du ja durch meine Songs einen neuen Zugang zur Musik oder gar zur Gitarre. Vielleicht ja sogar zu mir in den Online-Gitarrenunterricht. Das würde ich mir wünschen.

Das Album erscheint unter dem Label SURGERY RECORDS und wird in Kürze weltweit verfügbar sein. Bis dahin und auch darüber hinaus ist es hier im Shop zum Download erhältlich.

Jörg Klein, September 2020