Ums ewig alte Spiel sich’s dreht – Kampf um Macht und Recht, Rache, Krieg und Kräftemessen. Gut und bös’, schwarz und weiss, die Fronten sind bekannt. Im fernen Land Kalee spielt die Legende, längst vergangen ist die Zeit. Von König Aeternus, dem Weißen und Tenebrae, der Finst’ren die Geschichte erzählt. Aus dem hohen Norden kam die dunkle Tenebrae und forderte zum Kampfe den weißen König. Einst grosses Übel ihr widerfuhr, entführt ward nach der Geburt ihr Sohn. Zu rächen sich an dem Dieb, zu finden ihren Sohn es sie trieb. Die Götter nach Kalee den Weg ihr wiesen, erfüllen sollt’ sich dort ihr Sinnen. Jedoch ein Dritter noch hatt’ die Finger mit im Spiel. Vitreus, der Seelenvampir, nach eig’nem Wohlgefall’ des Schicksals Fäden zog. Höllenhund des Teufels war er, gesandt zu sammeln die Seelen gefallener Krieger, um sich daran zu laben. So war’s sein Sinnen zu schüren den Krieg. Ein übles Spiel mit Aeternus und Tenebrae er trieb, auf dass er der Sieger dieses Spieles blieb. Ein erbitterter Kampf nahm seinen grausamen Lauf, in dem zahlreiche Krieger auf beiden Seiten den Tod auf dem Schlachtfelde fanden. Aeternus der Mutige eisern kämpfte für sein Reich. Mit wütender Hand er schritt seinen Mannen durch die Feindesreihen voran – im wahren Blutrausch war er schon. Doch als auf dem Felde sich gegenüber sie standen, erkannte Tenebrae in Aeternus den Sohn. Für beendet den Krieg sie befand, die Niederlage sie gestand. Die Blutes Bande hielten sie fest im Griff, ihr erkaltet Herz sich zu regen begann. Sie konnt’ nicht erheben gegen ihr eigen Fleisch und Blut die Hand. Erkenntnis sie auf dem Schlachtfeld gewann, die zum Einsehen sie lenkte. Vitreus, der seinen Hunger gestillt, schritt umher zu suchen nach übrigen Seelen in all dem toten Gebein. Seine Mission war nun erfüllt, zum Rückzug er war gewillt. Aeternus der als Sieger sich glaubte, sah auf dem Felde nun, daß er stand als Letzter, ganz allein – tot waren all seine tapf’ren Krieger, tot die getreuen Mannen. Als Sieger war er doch nur einsamer Verlierer dieses Kampfes geblieben. Sein Herz zerbrach, unendlich war die Trauer und grenzenlos seine Schmach. Von nun an über sein Gemüt ein dunkler Schleier sich senkte, ins Gegenteil sein Wesen sich kehrte. Lange Jahre zogen ins Land, das Königreich, das einst so strahlend war, litt unter des Königs Aeternus Hand und Launen fürchterlich gar. So erklärte er nun seinerseits der finst’ren Fürstin Tenebrae den Krieg. Nur noch Macht und Reichtum, Ländereien und Besitz war’n seinem Herzen lieb. Doch Tenebrae, sie hatte sich gewandelt, keinen neuen Kampf sie wollte mit ihrem Sohne nun. So handelte sie eine Begegnung aus, ihn zu warnen davor, den selben Fehler wie sie selbst zu tun. Tenebrae, deren Herz nun für den Sohne nur noch schlug, wollt’ verhindern um jeden Preis, dass auch Aeternus von nun an hörte auf der dunklen Seite Geheiß. Zudem sie offenbarte ihm, dass ihr Sohn er war, berichtete, was vor langer Zeit geschah. Ihre Worte rührten seine Seele an und er wollte wieder sich bekennen zum strahlend hellen, guten Lichte hin. Gemeinsam sie wollten fortan gehen den Weg des Lichtes und des Friedens, geeint auf ewig und für immer … doch das Rad des Schicksals wird sich weiter drehen fort und fort, dies Spiel wird neu gespiel an einem ander’n Ort …

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