Jørg im Atelier Dragasani, Romania

19.04.2019:
Diesmal waren Markus (Drums) und ich einen Tag früher (18.04.) in Romania angekommen, da sich die beste Hin-Flugverbindung von Deutschland nach Rumänien auf den Donnerstag verschoben hat. Ich hatte für uns eine nette kleine Wohnung gemietet, wurde allerdings kurz vor dem Start zum Flughafen informiert, daß unser Appartment keinen Strom hat und uns der Vermieter an einen Freund “weiterleitet”. Statt aufkommender Panik, die ich sicherlich noch vor dem ersten Besuch in Rumänien gehabt hätte, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Sowas kann einem da drüben schon mal passieren … 🙂
Der Flug mit WizzAir war wie immer unkompliziert – allerdings für Leute mit 1.90m Größe ein klein wenig unkomfortabel. Ein “Sardelle in Dose”-Gefühl macht sich da bei mir immer breit. Aber gut, irgendwie müssen die ja die günstigen Preise auch finanziert bekommen … und für 1,5h ist das schon ok.
Sibiu Airport – Taxi zum Zielort – lustigen kleinen Wohnwürfel (ein Zimmer mit 3 Betten, nettes kleines Bad abgemauert, Bad-Türschließer natürlich aussen statt innen montiert) bezogen und dann erstmal zu Fuß ab in die Innenstadt.
Exzellenter Döner-Teller bei Super Mamma (24h – Fastfood-Kette) … ein Kaffee hier, ein Cappuccino dort – mögliche Clubs zum dort Spielen abgeklappert … und schon war es nach Mitternacht. Feierabend.

Nach einem supertollen Frühstück im Atrium Café (ich liebe das “English Breakfast” dort) und einer längeren Suche nach der geeigneten Busverbindung nach Ramnicu Valcea brummten wir im Linienbus los Richtung Treffpunkt mit unserem rumänischen Bassisten und lieben Freund Marius. Natürlich, wie zu erwarten, gab es einen Stau auf der Main Street through Romania. Aber unser Busfahrer (der seine Brötchen vermutlich früher auf dem Nürburgring verdient hat *gg*) holte den Verzug fast wieder auf. Dazu muss man wissen, daß die Fahrtstrecke serpentinenähnlich entlang des Flusses führt. Atemberaubend schön!!! Diese Strecke allerdings mit Vollgas zwischen Felswand rechter Hand und entgegenkommenden, dicken LKWs auf der zweispurigen Fahrbahn zu meistern verdient meinen vollen Respekt!
Marius erwartete uns schon in Ramnicu Valcea (seinem Heimatort), sammelte uns ein und es ging in seinem 17 Jahre alten Van weitere knapp 2 Stunden zum Auftrittsort, Dragasani.

Das “Atelier Dragasani” ist ein kleines Lokal, das Andrei, der Besitzer, wirklich toll im Steampunk-Style dekoriert hat. Die Bühne nimmt etwa die Hälfte des Lokals ein, Soundanlage vor Ort, Lichtanlage fest installiert – SUPER LOCATION! Inzwischen war auch Christian (Keyboard) mit seinem deutschen Kumpel Christian zu uns gestoßen. Die beiden waren mit Auto unterwegs und hatten eine Abkürzung um die Karpaten herum genommen. (Abkürzung hieß dann im Klartext 5h Fahrt für die letzen 133 km. Sie fanden zielsicher die einzige Verbindung auf ihrer Strecke, die ausschließlich aus Schlaglöchern bestand *ggg*).

Aufbau, Soundcheck, ein paar Zigaretten geraucht, umgezogen und los ging’s.
Der Gig vor ca. 30 Leuten (35 hätten maximal reingepasst) war ein unglaubliches Erlebnis – jeder einzelne von Ihnen war voll mit dabei! Dank meines neu angeschafften Gitarrensenders konnte ich dann zwischen die Leute gehen, Faxen machen, zum Singen animieren, es war einfach toll! Der ganze Raum hat vor Energie nur so gebrummt – auch nach unserem Auftritt. Andrei war so nett und bewirtete uns (nach Ladenschluss!!!) mit seinen hausgemachten Riesen-Burgern. (Köstlich, sowas hab ich noch nicht erlebt!!!)
Nachdem er uns der Einfachheit halber die noch halbvolle Jägermeister-Buddel nebst ein paar Gläsern auf den Tisch in der Smokers Area zur Selbstbedienung überließ und immer mehr der Gäste sich zu uns gesellten endete der Abend dann im Lokal mit zusammengestellten Tischen, einem Krug Wein, ein paar Bierchen und Andrei’s Akustikgitarre. Derweil Abbau der Musiksachen und ins Auto geladen; So saßen wir da zu zwanzigst und haben abwechselnd gesungen, mitgesungen, Geschichten erzählt, Zigaretten geraucht (die Eingangstür war ja zugesperrt) und so einen wundervollen Event verbracht. Zack – war’s auch schon 5 Uhr früh … ab ins Hotel, die dortige Klimaanlage von 22° auf 16° heruntergestellt und eine Mütze Schlaf genommen.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns noch und versprachen, daß wir im Herbst wiederkommen. Ja, Leute, natürlich. Wir kommen wieder!!! 100%ig!

Das war dann also der erste Auftritt unserer “Mini-Tour”. Eine wunderbares Geschichte, wie ich sie bis Dato noch nicht erleben durfte. DANKE, DRAGASANI!!! WE WILL RETURN!!!

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